Pablo Santa Cruz
Was war dein musikalisches „Erweckungserlebnis“?
Mit 16 wusste ich nicht wirklich, wohin mit mir. Ohne große Erwartungen meldete ich mich im Schulchor an – einfach, weil alle anderen Kurse bereits voll waren. Doch als ich die erste Probe besuchte, war ich überwältigt: Die Stimmen verschmolzen zu einem atemberaubenden Klang. Ich verstand nichts von Musik, aber ich wusste sofort, dass ich ein Teil davon sein wollte.
Was gibt das Publikum einem Darsteller?
Applaus und Anerkennung sind schön, doch entscheidend ist die Präsenz des Publikums – sie hält unsere Kunst am Leben. Zwischen Künstler:innen und Zuschauer:innen besteht ein unausgesprochener Pakt: Sie schenken uns ihre Aufmerksamkeit und Offenheit, wir geben ihnen Emotionen, Unterhaltung, Katharsis. Dieser Austausch macht jede Live-Performance einzigartig.
Welche Musik hörst du privat?
Alles – im wahrsten Sinne des Wortes. Meine Playlist reicht von Klassik bis Reggaeton. Wenn mich ein Lied packt, höre ich es oft tagelang in Dauerschleife. Kürzlich beim Krafttraining lief erst Bartóks The Miraculous Mandarin (No. 5), direkt danach Good Luck, Babe! von Chappell Roan – selten habe ich mich so stark gefühlt!
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Geboren in
Santiago (Chile)
Ausbildung
2015 - 2016 Chorleitung an der Pontificia Universidad Católica de Chile
2017 - 2018 Gesang an der Pontificia Universidad Católica de Chile
2020 - 2022 Mitglied der Fundación Ibáñez Atkinson Young Artist Program
Wichtige Engagements
Colline in La Bohème am Teatro Municipal de Santiago
Bisherige Arbeiten an der Volksoper
Don Magnifico in La Cenerentola und La Cenerantola für Kinder
Erster Nazarener, Kappadozer in Salome
D'Orbogny / Dienstmann in La traviata
Schaunard in La bohème
In dieser Saison an der Volksoper zu sehen als
Dancaïro, Zuniga in Carmen
Erster Priester, Sprecher, Zweiter Geharnischter in Die Zauberflöte
Bertram in Jolanthe und der Nussknacker
Rambaldo in La rondine
Dr. Cajus in Die lustigen Weiber von Windsor
Figaro in Le nozze di Figaro
* Verwendung der Fotografie (© Philippe Vigoroux) für Zwecke der aktuellen Berichterstattung über die Volksoper Wien