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La Cage aux Folles

In Abänderung statt „Der Teufel auf Erden“

In deutscher Sprache

Der Siegeszug von Drag Queens begann an der Volksoper schon 1991, als Nachtclubstar Zaza – im bürgerlichen Leben Albin – gemeinsam mit seinem Partner George in La Cage aux Folles erstmals die Bühne betrat: „Ich bin, was ich bin, und was ich bin, ist ungewöhnlich.“ Die Vorstellungen wurden gestürmt, das Stück 2021/22 von Melissa King neu inszeniert. 

Albin alias Zaza ist der Star eines Nachtclubs in Saint-Tropez, Georges dessen Besitzer. Gemeinsam sind sie ein bezauberndes Liebespaar. Da taucht Georges’ Sohn aus einem früheren „Fehltritt“ auf und eröffnet dem Papa, ausgerechnet die Tochter eines erzkonservativen Provinzpolitikers heiraten zu wollen. Missverständnisse und Verkleidungen, aber auch ein unterhaltsames, glückliches Ende sind vorprogrammiert. 

1. Akt

Nachtclub
Wir befinden uns in „La Cage aux Folles“, einem Nachtclub in St. Tropez. Dessen Besitzer Georges präsentiert seine Paradiesvögel, die Cagelles (Wir sind, was wir sind). Nur Albin – als Zaza der Glanzpunkt des allabendlichen Programms und im Privatleben Partner von Georges – fehlt …

Appartement
Georges findet Albin in ihrer über dem Club gelegenen, äußerst farbenfrohen Wohnung. Der exaltierte Star macht Georges eine Eifersuchtsszene und kann nur mit großer Mühe beruhigt werden. Albin bereitet sich für die Show vor und gewinnt, Lidstrich für Lidstrich, sein Selbstbewusstsein zurück. Albin wird weggeschminkt – Zaza geht zu ihrem Auftritt (Mascara).

Jean-Michel, Georges’ Sohn aus einem früheren „Fehltritt“, erscheint und eröffnet dem konsternierten Papa, heiraten zu wollen. Anne, die Auserwählte, ist Tochter des erzkonservativen Politikers Edouard Dindon, Abgeordneter der Partei für „Tradition, Familie und Moral“. Anne wird mit ihren Eltern am folgenden Tag anreisen, um Jean-Michels Familie kennenzulernen. Deshalb wünscht er, dass die Inneneinrichtung der Wohnung „gemildert“ wird und Albin fernbleibt. Jean-Michel preist sein junges Glück (Mit Anne im Arm) und setzt noch einen drauf: Er möchte seine leibliche Mutter Sybil einladen, die er seit zwanzig Jahren nicht gesehen hat.

Strandpromenade
Georges erzählt dem entsetzten Albin von der geplanten Hochzeit und dem bevorstehenden Besuch von Jean-Michels Mutter. Aber er bringt es nicht übers Herz, Albin zu bitten, für ein paar Tage zu verschwinden. Stattdessen macht er ihm eine Liebesklärung (Song am Strand).

Nachtclub
Der Narrenkäfig knistert in Vorfreude: Der „Kleine“ heiratet! Jean-Michel hat einen Möbelwagen bestellt, um Papas Wohnung auszuräumen und angemessen zu „verbürgerlichen“. Der ahnungslose Albin zieht inzwischen als Zaza seine große Show ab (La Cage aux Folles).

Hinterbühne/Bühne
Zwischen zwei Auftritten erfährt Albin, dass er beim Besuch der Dindons nicht erwünscht ist. Tief verletzt, doch ganz Profi, kehrt Zaza auf die Bühne zurück (Ich bin, was ich bin).

2. Akt

Bistro
Albin ist, von seinem Butler (Eigendefinition „Zofe“) Jacob begleitet, die ganze Nacht ruhelos durch die Stadt geirrt. Georges versucht abermals, ihn zu versöhnen und meint, Albin könnte als „Onkel Albert“ beim Besuch der Familie Dindon anwesend sein. Georges übt mit ihm, wie sich ein „richtiger Mann“ benimmt. Ob die Männliche Lektion Erfolg haben wird?

Appartement 2.0
Die Wohnung von Georges und Albin ist in einen geradezu sakral anmutenden Raum umgestaltet worden. Jean-Michel wird damit konfrontiert, dass „Onkel Albert“ anwesend sein wird und gerät in Wut, weil seinen Wünschen angeblich kein Respekt entgegengebracht wird. Georges belehrt ihn, dass es Albin ist, der Respekt dafür verdient, Jean-Michel unter großen Opfern aufgezogen zu haben (Sieh mal dorthin).

Ein Telegramm von Sybil trifft ein: Sie kann nicht zu dem Abend kommen. Dafür erscheint Anne samt Eltern überpünktlich. Man führt Small-Talk, und denkt sich seinen Teil (Cocktail Kontrapunkt).

Zu aller Überraschung taucht die angeblich unabkömmliche Mutter doch auf: Es ist niemand anderer als Albin, der sich zurechtgemacht hat. Er nimmt, ganz Dame des Hauses, alles beherzt in seine zarten Hände und führt die Gesellschaft aus.

Chez Jacqueline
Im Restaurant von Jacqueline, einer ehemaligen Kollegin Albins, lässt er sich dazu animieren, einen Song zum Besten zu geben (Die schönste Zeit), in den nach und nach alle einstimmen. Wie er es von der Bühne gewohnt ist, reißt sich Albin am Schluss des Liedes die Perücke vom Kopf. Edouard und Marie Dindon sind entsetzt – wo sind sie da hineingeraten?

Appartement 2.0
Das geschockte Politikerehepaar will schleunigst den „Sündenpfuhl“ verlassen. Ihre couragierte Tochter bekennt sich jedoch zu ihrem Verlobten, und auch Jean-Michel stellt sich vor seine Familie. Um einen Skandal zu entfachen, hat Jacqueline Presse und Fotografen vor dem Appartement versammelt. Dindon hat keine Chance, unerkannt zu entkommen, also muss er sich auf das tolle Treiben einlassen …

Nachtclub
… Vorhang auf zum Finale!

Besetzung

Dirigent
Lorenz C. Aichner
Regie und Choreographie
Melissa King
Bühnenbild
Stephan Prattes
Kostüme
Judith Peter
Albin (alias Zaza)
Drew Sarich
Georges, Nachtclubbesitzer
Viktor Gernot
Jacob, Butler
Jurriaan Bles
Jean-Michel, Georges Sohn
Oliver Liebl
Anne Dindon, Jean-Michels Verlobte
Juliette Khalil
Edouard Dindon, ihr Vater
Robert Meyer
Marie Dindon, ihre Mutter
Sigrid Hauser
Jaqueline, Restaurantbesitzerin
Martina Dorak
Francis, Bühnenmanager
Jakob Semotan
Odette
William Briscoe-Peake
Mercedes
David Eisinger
Chantal
Stefan Mosonyi
Dermah
Martin Enenkel
Phädra
Paul Csitkovics
M. Renaud
Gernot Kranner