12Mai
Donnerstag11:00
12Mai

Der Tod in Venedig

Öffentliche GeneralprobeOperIn deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln Öffentliche Generalprobe Oper In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln

Thomas Manns 1912 erschienene Novelle "Der Tod in Venedig" zeichnet ein ambivalentes Szenario: Der alternde Dichter Gustav von Aschenbach reist nach Venedig, um Sinnlosigkeit und Einsamkeit zu entkommen. In der Stadt in der Lagune wird er zunächst von lustvollen Eindrücken gefangen genommen. Doch jäh zieht ein unheilvoller Sturm herauf: Man munkelt, die Cholera habe die "Serenissima" befallen. Gustav von Aschenbach jedoch ist bereits gebannt von der Schönheit des jungen polnischen Knaben Tadzio – und so versäumt Aschenbach die letzte Gelegenheit, der Epidemie zu entrinnen …

Diese Erzählung von Genie und ästhetischem Empfinden, Obsession, Homoerotik und Tabu faszinierte nicht nur Luchino Visconti, der den Stoff 1971 verfilmte, sondern auch Benjamin Britten, der 1973 mit seiner letzten Oper "Death in Venice" eines seiner dichtesten und abgründigsten Werke schuf.

An der Volksoper wird das Werk in einer Inszenierung des schottischen Regisseurs David McVicar, die in atemberaubender Weise die Atmosphäre Thomas Manns aufnimmt und meisterhaft widerspiegelt, aufgeführt.

Koproduktion mit dem Royal Opera House Covent Garden

Besetzung

  • RegieDavid McVicar
  • Regiemitarbeit Greg Eldridge
  • Bühnenbild und Kostüme Vicki Mortimer
  • Choreographie Lynne Page
  • Choreographische Mitarbeit Gareth Mole
  • Licht Paule Constable
  • Choreinstudierung Holger Kristen

Bilder und Videos

© Johannes Ifkovits
© Barbara Pálffy
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Pressestimmen

Ein Abend, an dem alles bis in die Details gepasst hat - ein großer Abend, ein Abend, an dem die Volksoper auf Weltniveau spielt. [...] Solch eine Vorstellung ist selbst im opernverwöhnten Wien absolut außerordentlich.
Edwin BaumgartnerWiener Zeitung15. Mai 2022
David McVicars Inszenierung beschert der Volksoper großen Erfolg mit viel Jubel. […] Die Besetzung ist bis in die kleinen Partien stimmig.
Karlheinz RoschitzKronen Zeitung16. Mai 2022

 

Mit Rainer Trost als Gustav von Aschenbach hat das Haus am Gürtel einen fabelhaften, intensiven Protagonisten. […] Da steht ein Charakterdarsteller auf der Bühne, der seine Stimme vorzüglich führt, sich aber auch in den Sprechgesang vorwagt. Eine exzellente Leistung.
Peter JarolinKurier16. Mai 2022

 

Ganz ohne Fragezeichen bleibt die Leistung des Dirigenten Gerrit Prießnitz am Pult des makellos agierenden Orchesters. Prießnitz sorgt für rhythmisch exaktes Zusammenspiel und hält die Musik in Bewegung.
Edwin BaumgartnerWiener Zeitung15. Mai 2022
Angeführt vom Stuttgarter Tenor Rainer Trost als Aschenbach, der seine umfangreichen Monologe mit schier unglaublicher Konzentration präsentierte, beeindruckte das bis zu jeder kleinen Nebenpartie präsente, aus Orchester, Chor und Komparserie bestehende Volksopern-Team. (Kleine Zeitung)
Walther NeumannKleine Zeitung17. Mai 2022
Eine Serenissima, die mit all ihren Seufzern, Sehnsüchten, Leerläufen und Leiden im Chor und im Orchester die perfekte Unterstützung erhält. Denn Dirigent Gerrit Prießnitz nimmt Britten beim Wort und sorgt für einen herrlich kammermusikalischen Ton. Das Orchester passt sich dabei der venezianischen Atmosphäre perfekt an [...] Jubel für alle!
Peter JarolinKurier16. Mai 2022

 

Die Seele dieser Inszenierung ist aber der groß aufspielende Martin Winkler, der die sieben allegorischen Figuren verkörpert.
Dávid GajdosDie Presse16. Mai 2022
Als besondere Sphäre wirkt der Tanz. Die Choreografie von Lynn Page bietet präzise Formationen von einer Qualität, wie man sie bei Opernaufführungen selten erlebt. Es betört eine abstrakte Formensprache, die den faszinierten Blick des sterbenden Gustav von Aschenbach am Ende noch durch fortgesetzte Bewegung überdauert.
Daniel EnderDer Standard16. Mai 2022

 

Gerrit Prießnitz erarbeitete Brittens subtile Partitur mit dem Volksopernorchester sehr überzeugend. Raffinierte Farbenspiele gelingen da ebenso wie die großen Bögen oder die explosiven dramatischen Momente. Die Besetzung ist bis in die kleinen Partien stimmig.
Karlheinz RoschitzKronen Zeitung16. Mai 2022