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Die Volksoper in einfacher Sprache

1. Über die Volksoper

Die Volksoper ist ein Opernhaus in Wien. Es gibt dieses Opernhaus seit über 120 Jahren. In der Volksoper gibt es Platz für rund 1.300 Zuseher*innen. Die Volksoper spielt zwischen September und Juni ungefähr 300 Aufführungen – man kann fast jeden Abend ein anderes Stück besuchen. Im Juli und August ist die Volksoper in Sommerpause und geschlossen. 

Seit der Saison 2022/23 ist Lotte de Beer Direktorin der Volksoper Wien. 

2. Welche Aufführungen kann man in der Volksoper sehen?

Die Volksoper zeigt vor allem Opern, Operetten, Musicals und Ballette.

Opern sind eine Art von Theater, das seine Handlung mit Musik erzählt. Es gibt Sänger*innen, ein Orchester und manchmal einen Chor und Ballett-Tänzer*innen. In vielen Opern gibt es keinen gesprochenen Text – es wird nur gesungen. Es gibt aber auch Opern mit gesprochenen Dialogen zwischen den einzelnen Arien. Arien nennt man die Lieder in den Opern.

Operetten sind ähnlich wie Opern. Vor allem sind Operetten Stücke mit leichter Musik für alle. Die Inhalte sind heiter oder sentimental, es gibt Gesang und gesprochene Texte. In Operetten kommen auch oft Tanz und Ballett vor.

Musicals sind eine modernere Art von Bühnenstücken. Die ersten Musicals gab es in den 1920er Jahren in New York. Über London haben sie sich rasch auch im Rest der Welt verbreitet. Die Musik ist moderner als in Opern oder Operetten. Sie ist oft von Jazz, Pop, Blues und anderen Musikstilen des 20. Jahrhunderts beeinflusst. Musicals erzählen eine Geschichte mit Gesang, Tanz, Schauspiel, gesprochenem Text und Musik.

Ballette erzählen oft Handlungen zu Musik nur mit Tanz. Es gibt oft keinen Gesang und keinen gesprochenen Text. Es gibt auch Ballette, die keine Handlung erzählen. In diesen Balletten geht es nur um den Tanz.

Auf der Bühne stellen Bühnenbild, Malerei, Requisite, Beleuchtung und Bühnentechnik die Orte dar, an denen ein Stück spielt. Maske und Kostüme machen die Rollen der Sänger*innen deutlich. Die musikalische Leitung des Orchesters und der Sänger*innen übernehmen Dirigent*innen. Die Regie führt die Darsteller*innen und erzählt auch über das Spiel die Geschichten der Stücke. 

3. In welcher Sprache finden die Aufführungen in der Volksoper statt?

Die Stücke der Volksoper werden oft in deutscher Sprache aufgeführt.

Manchmal gibt es aber auch Aufführungen in der Sprache, in der die Stücke geschrieben worden sind. Manchmal ist das Italienisch, manchmal Englisch. In unserem Programm steht bei jedem Stück, in welcher Sprache es gespielt wird.

In der Volksoper Wien gibt es eine Übertitelanlage über der Bühne. Dort stehen Übersetzungen des Textes in verschiedene Sprachen, die Sie mitlesen können. Zum Beispiel in Deutsch oder Englisch. Sie können in unserem Spielplan und auch in dem gedruckten Monatsprogramm nachschauen, ob und in welcher Sprache Übertitel angezeigt werden. 

4. Sie hätten gerne mehr Informationen über die Stücke, die Sie in der Volksoper sehen können?

Hier finden Sie unseren Spielplan mit allen Stücken, die wir spielen.

Bald gibt es bei jedem Stück einen Punkt „Informationen in einfacher Sprache“. Hier finden Sie eine Zusammenfassung der wichtigsten Informationen zu jeder Aufführung. Zum Beispiel: Wer hat das Stück geschrieben und komponiert? Worum geht es? Und noch mehr wichtige Informationen zum Stück.

Wenn Sie im Spielplan die einzelnen Stücke anklicken, finden Sie auch Fotos der Aufführung. Außerdem gibt es fast immer Videos zur Aufführung. Sie können die Videos auch langsamer abspielen. Dazu klicken Sie im Video auf das kleine Zahnrad unten rechts. Dann auf „Wiedergabegeschwindigkeit“. Wenn Sie „0,25“, „0,5“ oder „0,75“ anklicken, wird das Video langsamer abgespielt. 0,25 ist sehr viel langsamer, 0,5 ist langsamer und 0,75 ist ein bisschen langsamer. 

5. Ein Besuch in der Volksoper

Hier findet man die Volksoper:

Volksoper Wien
Währinger Straße 78
1090 Wien

Information: 0043-1-514 44-3670

Öffentliche Verkehrsmittel:
U-Bahnlinie U6, Straßenbahnen 40, 41, 42, Bus 40A

Haltestelle „Währinger Straße / Volksoper“

6. Wie erfahre ich, welche Stücke in der Volksoper spielen und wie lange die Stücke dauern?

In unserem Spielplan finden Sie alle Aufführungen der Volksoper. Sie sind nach Datum geordnet. Im Online-Spielplan und im gedruckten Monatsspielplan finden Sie die Beginn- und Endzeiten jeder Vorstellung. Außerdem steht dort die Besetzung der Stücke: Wer spielt mit, wer hat die musikalische Leitung, wer ist für den Tanz zuständig, wer hat Regie geführt und so weiter.

Bei Premieren kennen wir die Dauer der Aufführung erst nach der Generalprobe. 

7. Wie und wo kann ich Karten für die Volksoper kaufen?

  • Sie können Karten für die Volksoper Wien hier online kaufen. 
  • Sie können Karten mit einer Kreditkarte auch telefonisch kaufen.
    Telefon: 01-513 1 513
  • Am einfachsten ist es aber, wenn Sie zu einer unserer Kassen kommen. Dort können Sie persönlich mit unseren Mitarbeiter*innen sprechen. Diese können Sie beraten und Sie bekommen genau die Karten, die für Sie am besten passen.

Eine Kassa befindet sich in der Volksoper:

Adresse:
Währinger Straße 78
1090 Wien

Öffentliche Verkehrsmittel:
U-Bahnlinie U6, Straßenbahnen 40, 41, 42, Bus 40A
Haltestelle: "Währinger Straße / Volksoper"

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag: 10:00 bis 18:00 Uhr
Samstag, Sonn- und Feiertag: 10:00 bis 13:00 Uhr

An Feiertagen und im Sommer gelten andere Öffnungszeiten. 

Es gibt auch eine Kassa in der Innenstadt von Wien:

Kassa im Foyer der Wiener Staatsoper
Adresse:
Opernring 2 / Herbert-von-Karajan-Platz
1010 Wien

Öffentliche Verkehrsmittel:
U-Bahn Linien U1, U2, U4, Straßenbahnen 1, 2, D, 62, 65, 71
Haltestelle: "Karlsplatz / Oper"

Öffnungszeiten:

Montag bis Samstag: 10:00 bis 18:00 Uhr
Sonn- und Feiertag: 10:00 bis 13:00 Uhr

An Feiertagen und im Sommer ist die Kassa manchmal geschlossen.

8. Wie viel kosten Karten für die Volksoper?

Die Karten für Aufführungen der Volksoper Wien kosten unterschiedlich viel. Es kommt darauf an, auf welchen Plätzen Sie sitzen wollen und welche Vorstellung Sie ansehen wollen.

Die Mitarbeiter*innen an den Kassen und an der Information informieren Sie gerne darüber!

Es gibt viele Ermäßigungen. Fragen Sie einfach unsere Mitarbeiter*innen danach.

Hier nur einige mögliche Ermäßigungen:

Mit einem Behindertenausweises bekommen Sie eine Ermäßigung von 50% auf den Vollpreis. Eine eingetragene Begleitperson bekommt diese Ermäßigung auch.

Wenn Vorstellungen nicht ausverkauft sind, bekommen arbeitslose Menschen Restkarten zu einem günstigeren Preis. Diese Restkarten gibt es an der Abendkasse ab 20 Minuten vor Beginn der Vorstellung.

Pro Vorstellung gibt es insgesamt 4 kostenlose Karten für Personen, die den Kulturpass haben. Sie bekommen die Karten an der Abendkassa. ab einer halben Stunde vor Beginn der Vorstellung. Um die Karten zu bekommen, müssen Sie den Kulturpass herzeigen. Pro Person können wir nur eine Karte abgeben. Wenn diese kostenlosen Karten schon vergeben sind, können wir für diese Vorstellung leider keine weiteren abgeben. 

9. Was muss ich anziehen, wenn ich in die Volksoper gehe?

Sie können die Vorstellungen in der Volksoper Wien mit jeder Kleidung besuchen. Sie müssen keinen Anzug und kein Abendkleid tragen.

Wir freuen uns über angemessene Kleidung: In Jeans und Hemd sind Sie bei uns genauso richtig wie in Anzug oder Kleid.

10. Was muss ich sonst noch wissen?

Die Volksoper hat einen Fahrstuhl. Der Fahrstuhl zu Balkon und Galerie ist im Parkettbereich links neben den Garderoben.

Sie kommen barrierefrei in die Volksoper Wien. Durch einen eigenen Eingang mit Klingel und Rampe links neben dem Haupteingang kommen Sie ins Kassenfoyer und den Parkettbereich des Zuschauerraums.

Eingetragene Blindenführhunde dürfen zum Haus und in den Zuschauerraum mitgenommen werden.

11. Die Geschichte der Volksoper

Die heutige Volksoper Wien ist im Jahr 1898 als „Kaiserjubiläum-Stadttheater“ eröffnet worden. Am Anfang sind dort nur gesprochene Theaterstücke aufgeführt worden. Erst 1903 sind auch Opern und Singspiele in den Spielplan aufgenommen worden. 1904 ist aus dem Stadttheater Wien die Volksoper geworden.

Weltbekannte Sängerinnen und Sänger wie Maria Jeritza, Leo Slezak oder Richard Tauber sind schon zu Beginn ihrer Karriere an der Volksoper aufgetreten. Alexander Zemlinsky war hier Dirigent und ab 1906 erster Kapellmeister.

Im März 1938 haben die Nationalsozialisten auch in Österreich die Macht übernommen. Das hat auch für die Mitarbeiter*innen der Volksoper großes Leid gebracht. Die Direktoren Jean Ernest und Alexander Kowalewski sind sofort ausgetauscht worden, es hat kurz danach Entlassungen in allen Bereichen der Volksoper gegeben. Künstler*innen und Mitarbeiter*innen sind verfolgt, vertrieben und ermordet worden. Die Volksoper ist als „Opernhaus der Stadt Wien“ weitergeführt worden. Im 2. Weltkrieg ist die Wiener Staatsoper von Bomben zerstört worden. Bis zur Wiedereröffnung im Jahr 1955 haben die Künstler*innen der Wiener Staatsoper in der Volksoper gespielt. Danach ist die Volksoper wieder als selbständiges Musiktheater mit Oper, Operette und Musical geführt worden.