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Manifesto

„Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern dann, wenn man nichts mehr weglassen kann.“ (Antoine de Saint-Exupéry)

Über die nächsten fünf Jahre hinweg möchten wir Ihnen eine Serie mit dem Titel MANIFESTO präsentieren.

Für diese Serie werden wir junge ebenso wie erfahrene Theatermacher:innen bitten, laut über Wie und Warum des Musiktheatermachens nachzudenken und ihre Gedanken als work in progress mit uns zu teilen. Jedes künstlerische Team dieser Reihe wird am Ende eine Produktion und ein Manifest hinterlassen, auf die wir in weiterer Folge aufbauen.

Unzählige Manifeste sind im Laufe der Theatergeschichte bereits verfasst worden. Autor:innen, Regisseur:innen, Komponist:innen, sie alle wollten sich der Praxis des Theatermachens in einer radikal anderen Form nähern. Gluck, Wagner, Offenbach, Brecht, um nur einige wenige zu nennen. All diese Manifeste haben eines gemeinsam: Sie suchen nach der Crux – dem Kern – dem Nukleus – der Quintessenz der jeweiligen Kunstform in der Gesellschaft ihrer Zeit.

In sozial ruhigen Zeiten muss Theater die Provokation wagen. In sozial turbulenten Zeiten, so wie der unseren, muss Theater die Restauration wagen.

Restauration meint jedoch nicht Zurücklehnen und Dinge wie immer tun. Restauration meint vielmehr neu definieren der geltenden Ästhetik und weiterentwickeln des Weges dorthin.

„Kehrt zum Alten zurück, es wird ein Fortschritt sein“, hat Giuseppe Verdi gesagt. Alte Strukturen zukunftsfähig machen und gleichzeitig die Schönheit vergangener Zeiten bewahren. Das ist die Mission von MANIFESTO.

In der MANIFESTO Reihe begibt sich die Volksoper, in enger Zusammenarbeit mit hochkarätigen künstlerischen Teams, auf eine Expedition zu Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Musiktheaters.

Dabei werden nicht nur Inhalte hinterfragt, sondern auch Produktionsbedingungen, immer auf der Suche nach einer noch besseren und flexibleren Arbeitsweise unseres Opernhauses.

MANIFESTO animiert uns und unsere Theatermacher:innen, nach der Quintessenz des Genres Musiktheater als Kunstform und als soziales Barometer zu suchen.

MANIFESTO animiert uns, unsere Gegenwart zu beobachten und diese Beobachtungen miteinander zu teilen.

MANIFESTO animiert uns, über die Zukunft von Musiktheater in einer nachhaltigen, offenen und freien Welt nachzudenken.

MANIFESTO animiert uns, altbekannte Routinen loszulassen, nicht zu akzeptieren, was bereits möglich IST, sondern herauszufinden, was alles möglich SEIN KANN.

In unserer ersten Spielzeit laden wir Maurice Lenhard und sein Team ein, eine MANIFESTO Produktion der Dreigroschenoper zu entwickeln.