Solidarität mit den Menschen in der Ukraine

Der von Russland begonnene Aggressionskrieg gegen die Ukraine betrifft auch zahlreiche Künstlerinnen und Künstler im Umfeld unserer Bühnen. Umso mehr möchten wir in Hinblick auf die aktuellen Ereignisse unser uneingeschränktes Bekenntnis gegen Gewalt und für den Frieden bekunden.

Wir sind glücklich, als internationale Theater Kunstschaffende unterschiedlichster Nationen auf unseren Bühnen zu vereinen – so auch aus der Ukraine und Russland –, die jeden Abend über politische, sprachliche oder religiöse Unterschiede hinweg Menschen bewegen können. Die derzeitigen Entwicklungen dürfen nicht dazu führen, Einzelpersonen nur aufgrund ihrer Nationalität davon auszugrenzen.

Gleichzeitig ist dieser Krieg aber ein Angriff auf Grundwerte wie Freiheit und Demokratie, eine Gefährdung der freien Entfaltung von Kunst und Kultur über Staatsgrenzen hinweg und eine Vereitelung des Wunsches nach Frieden und Stabilität. Wir sehen daher keine Grundlage für eine künstlerische Zusammenarbeit mit Institutionen oder Einzelpersonen, die sich mit diesem Krieg oder seinen Betreibern und deren Zielen identifizieren. Auch haben wir geplante Kooperationen mit offiziellen Einrichtungen der Russischen Föderation wie z. B. Gastspiele ausgesetzt.

Wir appellieren an alle Menschen, kritische Distanz zu politischen Demagogen zu wahren, im Sinne der Humanität zu handeln und sich nicht vereinnahmen zu lassen.

Die Bundestheater haben in den vergangenen Tagen verschiedene gut sichtbare Zeichen des Protestes und der Unterstützung gesetzt, darunter den Start einer Kooperation mit der Volkshilfe, um die Hilfe auch vor Ort zu stärken. Kunst und Kultur stehen für ein friedvolles Miteinander und gelebte Vielfalt. Den Menschen in der Ukraine, deren Existenz gerade bedroht ist, gelten unsere Anteilnahme und Solidarität.

Die Geschäftsführer*innen von Burgtheater, Wiener Staatsoper, Volksoper Wien, ART for ART Theaterservice, Bundestheater-Holding und Direktion des Wiener Staatsballetts